Sonntag, 24.06.2018 16:34 Uhr

Keine Sterbehilfe durch die Hintertür

Verantwortlicher Autor: Claus Bernhold Berlin, 29.01.2018, 15:16 Uhr
Presse-Ressort von: Claus Bernhold Bericht 4643x gelesen
Prof.Dr.Otto Wulff
Prof.Dr.Otto Wulff  Bild: Claus Bernhold

Berlin [ENA] Der harschen Kritik des Ärztekammerpräsidenten Frank Ulrich Montgomery am seinerzeitigen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Leipzig zur kommerziellen Sterbehilfe schließt sich der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU, Prof. Dr. Otto Wulff, an.

"Der Bundestag hat im November 2015 nach eingehenden Beratungen und fraktionsübergreifenden Entscheidungen mit ausdrücklicher Unterstützung der Senioren-Union als Vereinigung der CDU die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe ausdrücklich verboten. Deswegen darf es dazu jetzt keine rechtliche Hintertür geben", stellt Prof. Dr. Otto Wulff in einer Presseerklärung fest und sieht sich dabei an der Seite von Gesundheitsminister Hermann Gröhe.

Wenn nach dem aktuellen Urteilsspruch des Leipziger Gerichts z.B. Ärzte, Institutionen wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verpflichtet werden sollen, in "extremen Ausnahmefällen" Medikamente zum Zwecke des Suizids zur Verfügung zu stellen, dann widerspricht das eindeutig dem Willen des Gesetzgebers, stellt der Chef der CDU-Senioren fest.

Wulff: "Der Arzt und ihn unterstützende Einrichtungen sind Helfer zum Leben, nicht zum Tod. Hilfe zum Suizid darf nicht zu einer abrufbaren Dienstleistung - womöglich noch auf Krankenschein - werden." Die moderne Medizin habe unter anderem in der Palliativ-Versorgung zahlreiche Möglichkeiten, Schmerzen zu lindern und Angst vor Leiden zu nehmen - "Sterbehilfe gar mit staatlicher Hilfe zählt nicht dazu", sagt Wulff.

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