Sonntag, 24.06.2018 16:34 Uhr

Gleiche Rechte im Online-Handel

Verantwortlicher Autor: Claus Bernhold Brüssel, 08.02.2018, 16:59 Uhr
Presse-Ressort von: Claus Bernhold Bericht 6004x gelesen
Dr.Inge Gräßle MdEP
Dr.Inge Gräßle MdEP  Bild: © Photo Europäische Union

Brüssel [ENA] Kunden sollen künftig im grenzüberschreitenden Online-Handel den gleichen Zugang zu Waren und Dienstleitungen haben, wie bei herkömmlichen Ein-käufen im Einzelhandel. Shoppingseiten dürfen demnach nicht mehr für bestimmte Mitgliedstaaten in der Europäischen Union gesperrt sein.

"Es ist nicht gerechtfertigt, dass bei Online-Verkäufen andere Regeln gelten sollen, als im Einzelhandelsgeschäft. Ein Kunde kann in einem anderen Mitgliedstaat im Supermarkt einkaufen, ohne dass ihm der Einkauf aufgrund seiner Staatsangehörigkeit, seines Wohnsitzes oder seines Ortes der Niederlassung verwehrt wird. Es wäre absurd, eine solche Diskriminierung aber online zu dulden", so die CDU-Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle.

Der entsprechende Verordnungsvorschlag des Europäischen Parlaments sieht Maßnahmen gegen Geoblocking und andere Formen der Diskriminierung vor. Verbraucher dürfen somit künftig vom Erwerb von Waren wie beispielsweise Kleidung oder Spielzeug und auch Dienstleistungen wie Hotelübernachtungen nicht mehr aufgrund ihrer Nationalität ausgeschlossen werden. Eine automatische Umleitung auf Webseiten mit nationalen Angeboten oder Hindernissen, wie die Verpflichtung mit einer in dem entsprechenden Mitgliedstaat ausgestellten Debit- oder Kreditkarte zu zahlen, sollen künftig der Vergangenheit angehören. Der Versand der online eingekauften Waren wird von der Geoblocking Verordnung allerdings nicht neu geregelt.

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